Gronauer Geschichte

1.  Zahlen und Fakten

 Auf dieser Seite finden Sie:

1.  kleiner Überblick - Gronau Zahlen und Fakten
2.  geografische Daten
3.  Entwicklung der Einwohnerzahlen
4.  Landwirtschaft
5.  Gronaris - Sprudel
6. Freiwillige Feuerwehr Gronau
7.  Gronau - Nahversorgung
8.  Geschichts - Tabelle 100 n. Chr. bis 1982
9.  Gronauer Straßennamen


Erste Siedlungsspuren finden sich auf dem Gebiet  des Ortes Gronau in der Wetterau bereits in der Jungsteinzeit, so wurde zum Beispiel eine etwa vier Zentimeter lange Pfeilspitze aus Feuerstein gefunden. Aus der Bronzezeit gibt es Scherbenfunde, ebenso wie aus der Römerzeit. Der Grundriss eines römischen Gebäudes wurde in der Flur 21 dokumentiert, eine weitere römische Villa fand sich bei Ausschachtungsarbeiten an der Vilbeler Straße in Richtung Bahnübergang rechts. 1895 fand man römische Gebäudereste an der Vilbeler /Niederdorfelder Straße.


Die Wetterau, nördlich von Frankfurt, hat ihren Namen von dem Flüsschen „Wetter", das diese durchzieht.
Aber auch Nidda und Nidder fließen hindurch.
Die besonders fruchtbaren Lößböden der Wetterau stellten ideale Bedingungen für eine Besiedlung dar. Dazu kam die geografisch günstige Lage, in einer Ebene, am Zusammenfluß zweier Bäche                                                       

Es war also immer reichlich Wasser und Nahrung vorhanden.Das Gebiet lag in römischer Zeit, etwa um Christi Geburt bereits  im Bereich der „zivilisierten" Welt, gehörte also zu Rom und war gegen die   „barbarischen" Germanenstämme durch den Limes abgesichert. Römische Niederlassungen sind im Gebiet der südlichen Wetterau (Civitas Taunensium) reichlich nachgewiesen. Auch Handelswege und  auch Transporte von Massengütern per Schiff auf der Nidda sind aus römischer Zeit bekannt.

 Römische Scherben in Gronau gefunden
 



Skizze: Römische und vorrömische Straßen nach G. Wolff


 Später kam die Gegend an Zusammenfluß von Nidda und Nidder in den Einflußbereich des Frankenreiches, die Franken begannen mit dem Anlegen dörflicher Strukturen.

Erstmals urkundlich erwähnt wird Gronau in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Lorsch etwa 780 n.Chr.
Im 15. Jahrhundert kam der Ort zur Grafschaft Hanau.



Ein Stich von Merian zeigt „Grunau" und seine Nachbardörfer etwa um 1600-1650

 Der Name „Gronau" leitet sich von „Grüne Aue" ab.
Frühe Schreibweisen des Namens werden als Grunaw und Grunawe ausgewiesen
weitere Schreibweisen laut "Lagis, landesgeschichtliches Informationssystem Hessen"
Gronowe (786)
Guonowa (855)
Grunouwe (1305)
Gronauwe (1340)
Groenaw (1385)
Grunau (1773)
Großgronau (18. Jahrhundert)



Eine kleine Gronauer Namenskunde finden sie hier



Bild: Pfarrkirche Gronau etwa 1952


 

Eine Geschichtstabelle finden Sie weiter unten auf dieser Seite, sowie ausführlicher im Kapitel "Gronau historisch"

Gronau Ausschnitt  aus einer Karte der Grafschaft Hanau mit Solms - Büdingen - Nidda - Wetteravia
gezeichnet von Fr. Zollmannum im Jahr 1728                                                  
 

2. Geografische Daten:




Altes Dorfzentrum

Der im Jahr 1977 erstellte Brunnen am Gronauer Dalles wurde vom Künstler Georg Hieronymi gestaltet.
Er liegt im Zentrum des alten Dorfkernes, etwa an der Stelle, wo früher das Spritzenhaus stand.

Der Maler und Bildhauer Georg Hieronymi  wurde in Oberursel im Taunus geboren.

(Kleine Anmerkung an die Adresse der Verantwortlichen, der Brunnen wird durch die hässlichen Legi-Zaun - Elemente entwertet. Eine "Pergola" aus rotem, ortstypischen Sandstein wäre angemessener und schöner gewesen !)

 Gronau liegt 115 Meter über Normal-Null
etwa 10 Km Luftlinie nordöstlich von Frankfurt
und 2,5 km nordöstlich von Bad Vilbel,
südöstlich des Taunus,
etwa 23 Km ostsüdöstlich des Feldberges
Die Katasterfläche (1963) betrug 713 ha, Waldbesitz ist nicht vorhanden.





3.  Gronaus
Einwohnerentwicklung:

1632: 28 Haushalte
1663:  325 Einwohner in 45 Häusern
1753: 164 Einwohner in 35 Haushalten
1820: 360 Einwohner
1855:  426 Einwohner
1895: 369 Einwohner
1905:  534 Einwohner
1910: 411 Einwohner
1914  475 Einwohner
1919:  563 Einwohner
1925:  528 Einwohner
1933: 520 Einwohner
1939: 534  Einwohner

Quelle u.a. : Maria Hoch, Gronau, 1963
1946: 756 Einwohner
1953:  815 Einwohner
            davon 228 Vertriebene
            57 aus Hanau Evakuierte
            Letztere sind bis auf 10 wiieder
            nach Hanau zurückgekehrt
1961: 802  Einwohner
1962:  820 Einwohner
1970: 1261  Einwohner
2007: 2440 Einwohner
2011: 2623 Einwohner



 4.  Landwirtschaft

Haupterwerbszweig in der Nachkriegszeit war die Landwirtschaft.

Die fruchtbaren Löss-Böden waren als Ackerböden ideal zum Anbau von
Getreide und Rüben.
In den Auen (fruchtbare Gleye-Böden) von Nidda und Nidder weideten Kühe. Prägend für das Landschaftsbild  aber waren auch die zahlreichen Streuobstwiesen.
Durch das milde Klima begünstigt wuchsen Kirschen, Mirabellen, Birnen und natürlich Apfelbäume, Apfelbäume, Apfelbäume.

Die Äpfel wurden meist als Fallobst gesammelt und zur Herstellung von
Äbbelwoi nach Dorfelden zur Kelterei "Wörner" gebracht.

Größter Landwirtschaftlicher Betrieb war die damalige Staatsdomäne
Gronauer Hof. (Siehe nebenstehenden Kasten )

in den 60er Jahren waren etwa 45% der Gronauer Einwohner in der Landwirtschaft tätig, 50% waren Pendler nach Frankfurt, Offenbach und Bad Vilbel, 5% warenHandwerker und Kaufleute.



Eine genauere Abhandlung über die
Gronauer Landwirtschaft - im Wandel der Zeiten
von Werner Schwind, aus dem Jahre 1986
klicken Sie bitte auf die grüne Zeile !


 Der Gronauer Hof

Dieser wurde etwa 1350 als
Niedern Gronauwe später als
Kleingronau benannt. 
Er hatte im Jahre 1895    23 Bewohner.

1638 verkauft das Kloster Ilbenstadt
den Hof Kleingrunau einem
Frankfurter Bürger.

Ilbenstadt hatte den Hof vom Grafen von Kappenberg erhalten. 1691 erkauft
Hanau den Hof, das schon 1481 die
Gerichtshoheit besaß.

Der Gronauer Hof gehörte 1787
zur Landgrafschaft Hessen-Kassel, Grafschaft Hanau-Münzenberg, Amt Bergen (Bornheimerberg)


1689: Kapelle, die als Mutterkirche des Dorfs Gronau gilt.
(Daten teilweise aus: Lagis.de Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen)



5.  Elisabethen Quelle und Gronaris Sprudel

In den Nachkriegsjahren wurden in Gronau die
"Elisabethen Quelle" und der "Gronaris-Sprudel" abgefüllt, (bis 1980)
Die Abfüllhalle war wo heute das Baugebiet "Am Gronarissprudel" ist.
Im Jahre 1935 war es Friedrich  Dittmar  gelungen,  in 181 Meter Tiefe  die Quelle zu treffen, die in einer Mischung aus CO²-Gas und Mineralwasser als mehrere Meter hohe Fontäne kräftig aus dem Boden schoss.
 In den Nachkriegsjahren wurde das Wasser zunächst unter dem Namen Elisabethenquelle abgefüllt, später kam die Marke Gronaris-Sprudel dazu.



Eine ausführliche Dokumentation zur Elisabethen-Quelle und zum Gronarissprudel hat uns die Firma "Hassia" zur Verfügung gestellt.
Sie finden diese  in der Geschichts - Schmiede.
Klicken Sie bitte hier




Text des Etiketts
Aus felsiger Tiefe treibt durch natürlichen Kohlensäuredruck
ein wertvolles Mineralwasser hoch über die Erdoberfläche.
Reicher Minaralstoffgehalt und günstige chemische Zusammensetzung wirken wohltuend auf den menschlichen Körper und fördern die Gesundheit

enteisent und mit eigener Quellkohlensäure versetzt
Mineralbrunnenbetrieb, Kohlensäurewerk Gronaris - Sprudel




Das Abfüllgebäude des Gronaris - Sprudel in Gronau an der Dortelweilerstraße.

In der Werbung der Firma heißt es: "Ernährungsbewusste Genießer trinken Bad Vilbeler Elisabethen Quelle, weil es ein Mineralwasser voller Temperament und dabei doch so sanft ist. Denn Bad Vilbeler Elisabethen Quelle ist angenehm leicht mineralisch und von Natur aus natriumarm. Eben voller Temperament und doch so sanft. Bad Vilbeler Elisabethen Quelle: spritzig sprudelnd oder als Stille Quelle mit wenig Kohlensäure."


Genuß mit viel Eisen - Bizzl-Wasser zum Nulltarif

Wir Gronauer Kinder sind mit heimischem Wasser aufgewachsen, es wurde kein "Sprudel" oder "Selterswasser" bestellt sondern  "Vilbeler Wasser" !
Bei uns hieß Bizzl-Wasser (klick) schon Bizzl-Wasser, da gab es den Markennamen noch gar nicht.

Das überschüssige Wasser, welches nicht abgefüllt werden konnte, wurde seitlich des Abfüllgebäudes, an der Dortelweilerstraße, die damals noch keinen Namen hatte und nur ein Feldweg mit einem Straßengraben war, in den besagten Graben geleitet. Das Rohr ragte einige Zentimeter oberhalb des Wasserspiegels aus dem Erdreich, so daß wir Kinder uns an diesem köstlichen,weil sehr frischen, stark bizzelnden, kostenlosen und sehr stark nach Eisen schmecken- den Sprudel laben konnten.
Das Wasser war so stark eisenhaltig, daß die Erde entlang des Grabens auf weite Strecken eine intensiv rostbraune Farbe hatte.


Ansichtskarte von Gronau aus dem Jahre 1963, vertrieben von "Georg Wilhelm Wenzel, Gemischtwaren" ,                                zur Verfügung gestellt von Jürgen und Ursula Kroh, Niederdorfelden

6. Wenn`s mal brennt !

Immer wieder einmal gab es Brände und Feuersbrünste im Dorf.
So war Gronau im Dreißigjährigen Krieg  gleich zweimal abgebrannt.

Schon bei der Entstehung von Dorfgemeinschaften war es die Pflicht eines jeden Bürgers in Katastrophenfällen gegenseitig Hilfe zu leisten.
Damals war es das Ziel den Brandherd auszumachen und durch Abreißen der Nachbargebäude ein Übergreifen zu verhindern.  Durch Aufgießen von Wasser versuchten Helfer den Brand zu löschen.
Das Wasser wurde in langen Ketten aus der Nidder und Nidda in Eimern befördert.

Im Jahr 1929 wurde dann in Gronau die "Freiwillige Feuerwehr" gegründet, die seither über die Sicherheit des Ortes wacht.

Frau  Margit Scheibke aus Gronau stellte uns eine Festschrift  zur Verfügung, die anlässlich des Feuerwehrjubiläums erschienen war.
Daraus auszugsweise der nachfolgende Text:

Die Freiwillige Feuerwehr Bad Vilbel-Gronau Ihre Gründung im Jahre 1929

Alsbald nach dem Ende des l. Weltkrieges und im Besonderen nach der Währungsreform regte das Hanauer Landratsamt mehrmals die Gemeinde Gronau an, eine selbständige Freiwillige Feuerwehr zu bilden. Die Gemeindeverwaltung widersetzte sich lange Zeit diesem Ansinnen, bedeutete doch die Gründung wegen der inzwischen völlig veralteten Feuerwehr-Ausrüstung und der laufenden Ausgaben einen erheblichen finanziellen Aufwand für die kleine Gemeinde.

Trotz der zugesagten Beihilfen vom Landratsamt und von der Brandversicherungsanstalt blieb für die Gemeinde mit ihrem schmalen Haushalt noch ein erheblicher Zuschuss übrig.

Zur Unterstützung ihrer Anregung ließ das Landratsamt am 18.08.1928 nochmals eine Bestandsaufnahme der Geräteausstattung in Gronau vornehmen, sie ergab:
3 Feuerleitern, 3 Einreißhaken, 12 Feuereimer, 1 handbetätigte Spritze, 1 Mast zum Trocknen der Schläuche, 120m Schläuche, 4 Schlüssel, Feuermeldung erfolgt durch Glocken, Handsirene und Hornist mit Hornsignal.

Dieser Feststellung der bescheidenen Ausrüstung und dem erneuten Zureden des Landratsamtes konnte sich die Gemeinde nicht länger widersetzen und so wurde am 15. März 1929 die Gründungsurkunde von 39 aktiven und 5 passiven Mitgliedern zu einer Freiwilligen Feu-erwehr in Gronau ausgefertigt:
Gronau, den 15. März 1929
Wir, die Unterzeichneten, verpflichten uns der heute hier gegründeten Freiwilligen Feuerwehr von Gronau beizutreten und sich den vorliegenden Satzungen unterzuordnen:

Es folgt eine Auflistung von siebzehn Wenzels`sowie 19 weiteren Gronauern.

Am 3. Mai 1930 fand die erste Generalversammlung nach der Gründung statt.
Nach Erledigung der Regularien wurde beschlossen, monatlich eine Übung abzuhalten und zwar an Sonntagen um 09:00 Uhr, 20 Minuten vorher soll die Alarmierung hierzu erfolgen. Nichterscheinen oder verspätetes Ankommen soll satzungsgemäß bestraft werden.
Bis zum Kriegsausbruch im Jahre 1939 fanden jeden Sonntag Übungen ohne festen Turnus statt. Jährlich wurde eine gemeinsame Übung mit den Wehren aus Niederdorfelden, Oberdorfeiden und Kilianstädten durchgeführt.

      
Die Gronauer Feuerwehrmänner beim ersten Kreisfeuer-
wehrfest nach der Gründung 1929


 
Das alte "Spritzenhaus"






links der Gronauer Feuerwehrwagen, ein Opel Blitz




Die Bilder sind der Festschrift der Gronauer Feuerwehr entnommen

Während des zweiten Weltkrieges wurde die Gronauer Wehr auch in Bergen zu Brandeinsätzen eingesetzt. Bei Fliegerangriffen musste sie in Frankfurt Feuerwache leisten. 1941 mussten in der Gemarkung Gronau Phosphor-Brandbomben und Sprengbomben durch die Wehr beseitigt werden.
Nach dem zweiten Weltkrieg fand am 6. Juli 1946 der erste Kreisfeuerwehrtag in Windecken statt. Daran nahmen der damalige Bürgermeister Theodor Wilhelm Wenzel, der Ortsbrandmeister Georg Fassei (Tränkestr.) und 2 Delegierte der Wehr teil.
Am 22. März 1963 veranstaltete die Gronauer Wehr einen Werbetag insbesondere für passive Mitglieder. Gerade in diesem Jahr musste die Wehr zahlreiche Einsätze leisten und wollte durch diese Veranstaltung ihre Finanzen zur Ergänzung der Ausstattung der Mannschaft mit Geräten verbessern.

Weitere Texte und Bilder zur Gronauer Feuerwehr finden Sie hier in der Geschichts - Schmiede



7.  Nahversorgung in Gronau


Im Gronau jener Jahre gab es zur Versorgung des Dorfes einige Betriebe.

Der Bäcker Wenzel, am Dalles war für Brot, Backwaren und einige Lebensmittel zuständig,
einige Meter weiter war das Lebensmittelgeschäft von "Lina Wenzel".
Es gab zwei Gastwirtschaften, den "Wirt" , Gasthaus "Zur Rose" am Dalles, sowie den "Kröger" am Bahnhof.
Zwei Metzgereien sorgten für die fleischliche Versorgung. Die Metzgerei "Dauterich" in der Vilbelerstraße,
sowie der Metzger "Wilhelm Meisinger" (heute Metzgerei Robert Wenzel) in der Backhausgasse.
Ein Schmied sorgte für das Beschlagen der Pferde und sonst alles aus Eisen, Schmiede Matthes in der Hauptstraße.
Die Schreinerei Gerhard Wenzel in der Kirchgasse war für alles aus Holz und Wagnerei zuständig.
Tapeten,  Innenaustattung sowie Polsterei war bei "Willi Blum" in der Kirchgasse.
Eine Kohlenhändler gab in der Vilbeler Straße.
Fuhrunternemen betrieben Christmann und Knickel
Eine Sattlerei gab es bei Hammel

 
Foto: Schreinerei Wenzel
Bildreproduktion Christine Fauerbach,


 Wagnerei und Schreinerei Wenzel
in der Kirchstraße, etwa 1947
Naben und Speichen für Leiterwagen,
 Winterproduktion auf Vorrat






Zu weiteren Bildern der Schreinerei Wenzel bitte hier klicken.





8.  Gronau - Geschichte in Zahlen

Dies ist nur ein kleiner Überblick über die Gronauer Geschichte. Eine ausführlichere Beschreibung der Gronauer Geschichte finden sie im Kapitel "Gronau historisch" mit Abhandlungen und Tabellen zur Gronauer Frühgeschichte, Gronau im Mittelalter, sowie Gronau in der Neuzeit.

 100 n. Chr.
Einige Römer wohnen hier
( Römische Bodenfunde)
       
Römische Scherben in     Bodenfunde im
Gronau gefunden                Raum Gronau (Dreiecke)
 
786
 Erste urkundliche Erwähnung des Ortes Gronau
als „Gronowe", Schenkungsurkunde an das
Kloster Lorsch

Urkunde von 855
(Bayer. Hauptstaaatsarchiv)
 
 1229 Erstmals wird eine Kapelle in Gronau
(wahrscheinlich am Gronauer Hof) erwähnt
  
 1303 Gronau gerät zur Grafschaft Bornheimer Berg Das Amt „Bornheimer Berg" umfasste die Orte:

Bergen, Berkersheim, Bischofsheim, Bockenheim,
Eckenheim, Enkheim,Eschersheim, Fechenheim,
Ginnheim, Gronau, Massenheim, Nied, Praunheim, Preungesheim, Seckbach, Vilbel
 
 1521 Erste Erwähnung einer Schule in Gronau  
 1544 - 1564 Gronau wird evangelisch  Der Reformator Martin Luther
 
 1569 Die Gronauer Hauptstraße wird gepflastert  
 1571 Bau einer Kapelle an der Stelle der
heutigen Kirche
  
 1602 Die Gemeinde kauft ein eigenes Schulhaus  
 1618 - 1648 Dreißigjähriger Krieg    
 
 1642
und 1647
 Vollständige Zerstörung des Ortes durch Feuer
im 30 jährigen Krieg.
"Am 10. Februar 1647 vor dem Ende des Krieges wurde "das gantze dorff Grunaw undt damit das pfarrhaus abgebrandt".
 

 
 1626
1632
1637
1667
 
 Die Pest wütet viermal im Dorf und tötet
eine große Zahl der Gronauer
 
 1684 Neubau eines Schulhauses in der
Schäfergasse 2 -
(die hieß bis zur Eingemeindung 1971
„Schulstraße")
  altes Schulhaus in der Schulstr.
 
 1718 -1719 Heutige Gronauer Kirche Bau der evangelischen Kirche in ihrer heutigen Form 
 1736  Gronau kommt zur Landgrafschaft
Hessen-Kassel


Bild: Friedrich I, König von Schweden und
Landgraf von Hessen-Kassel

 
 
 1759 


 Schlacht bei Bergen und Vilbel,
Kampfhandlungen auch im Vilbeler Wald
im siebenjährigen Krieg, das Hanauer Land war von den Franzosen besetzt.
Die Schlacht am Karfreitag (13.4.) 1759 forderte
einen hohen Blutzoll
es starben 2373 "deutsche" Soldaten und fast
4000 französische Soldaten.
 
 1803 Gronau kommt zum Kurfürstentum Hanau 
 
 1806   Ein Rathaus wird als Fachwerkbau errichtet,
im Erdgeschoß sind Feuerwehr und als Anbau das Backhaus untergebracht
 
 1808 Aufhebung der Leibeigenschaft in Gronau  
 1820 Gronau gehört zum Großherzogtum Frankfurt 
 
 1821 Gronau gehört zu Kurhessen  
 1824
- 1840
  Gronauer müssen in Fronarbeit die Wege
nach Vilbel, Rendel und Niederdorfelden 
ausbauen
  
 1836 Erster Gemeinderat tagt in Gronau  
 1866 
 Gronau gehört zum Königreich Preußen 
 1889 Gründung des
Gesangverein Germania 1889 Gronau
  
 1897 Schulneubau an der Berger Straße
1 Klassenraum im Erdgeschoß
1 Lehrerwohnung im 1. Stock
  
 1907 
Bahnhof Gronau H.N.
Gronau wird an das Eisenbahnnetz angeschlossen
 
 1907 Eine Gemeindewaage wird gebaut,
(am Dalles, vor dem Rathaus)
  
 1914
- 1918
 Neunzehn Gronauer sterben in Folge
des 1. Weltkrieges
  
 1927 
Gronau wird „elektrisch"
 
 1929 Gründung der freiwilligen Feuerwehr  
 1930 Eine zentrale Wasserversorgung
wird gebaut
  
 1930 Eine neue Brücke über die Nidda
zum Gronauer Hof
  
 1935 Der Gronaris Sprudel wird erbohrt 
 
 1938 Inbetriebnahme des Kohlensäurewerks
und später der Abfüllanlage
  
 1939
- 1945
 21 Gefallene und Vermisste in Folge
des 2. Weltkrieges,
am 6./7. Juli 1940 wird die Vilbeler Landstraße wegen Bombentrichtern und Blindgängern gesperrt.
8./9. August1940  Bombenabwurf beim Dottenfelder Hof
eine Luftmine zerstörte mehrere Häuser
  
 1945 Gronau wird von den Amerikanern erobert
  
 1951Erweiterung der Schule -
Anbau an das Schulgebäude
Ein Klassenraum für die  1. bis 4. Klasse
Schülerzahlen:
1908   51   Kinder
1922   60   Kinder
1947  104  Kinder
1950  114  Kinder
1962    80  Kinder
(Quelle: Maria Hoch, Gronau, 1963)
  
 1962 Gronau erhält eine Kanalisation  
 1963 Gronau erhält ein Wappen -
Symbolisiert Zusammenfluß
von Nidda und Nidder
  
 1963 Über  Nidda und Nidder werden drei
neue Brücken errichtet / Regulierung von Nidda und Nidder

Bau einer Umgehungsstraße / Ortsumgehung Gronau
  
 1966 Schließung der Gronauer Schule  
 1971 Die Gemeinde beschließt den
Anschluß an Bad Vilbel
(Eingemeindung 1.1.1971)
  
 1972 Das alte Gronauer Rathaus wird abgebrochen
( - k e i n e  weitsichtige Glanztat - )

Eine Omnibuslinie nach Bad Vilbel nimmt den Betrieb auf
  
  1977
Fest 88 Jahre Gesangverein Germania Gronau

Der Gronauer Brunnen wird errichtet
  
 1980  der Gronauer Günther Biwer wird Bürgermeister von Bad Vilbel  


  
  1982
 Der Gesangverein Liederzweig Gronau feiert 120 Jahre  
 
 
  
 1984 Kreis stiftet für Bürgerhaus Gronau 120 000 DM
  
  1984
  Ausbau des Feuerwehr und Gerätehauses Gronau  
 
   
  
  
  
  
    
 1986  1200 Jahrfeier Gronau - Festschrift der Bad Vilbeler Heimatblätter  - Eröffnung der Mehrzweckhalle
 „Breitwiesenhalle"
  
 2009 Renaturierung der Nidda beim Gonauer Hof
abgeschlossen
  
    
    
2013
 Neubau einer Brücke über die Nidda bein Gronauer Hof
  

Die Daten sind teilweise den "heimatkundlichen Mitteilungen des Kur- und Verkehrsvereins Bad Vilbel", teilweise  "Bad Vilbel - Blick in die Geschichte" entnommen



9.  Gronauer Straßennamen

Stand von 2010
Die Straßen die in den 50er Jahren als teilweise befestigte Straße existierten sind fett gedruckt
Viele neue Straßen existierten aber schon als unbefestigte Feldwege.

 Am Feldbach
Am Gronarissprudel
Aueweg
Auf dem Steinacker
Bachwiesenstraße
Backhausstraße (Backhausgasse)
Behringstraße
Berger Straße
Bismarkstraße                                            
Dorfelder Weg
Dortelweiler Straße
Dresdnerstraße
Fliederweg
Gärtnerweg
Glossop-Ring                                               
Hauptstraße
Kirchstraße (früher Kirchgasse)
Mühlbachweg
Neue Straße
Nidderstraße
Riedmühlenweg
Rosenweg
Schäfergasse
Stockwiesenweg
Taunusring
Theodor Wenzel Weg
Tränkestraße
Uferweg
Vilbeler Straße
Weißdornweg
Wiesenblick

Hier war die Abfüllung des Sprudels (Elisabethenquelle  und Gronaris)

Alter Flurname, Acker mit vielen Steinen
Alter Flurname, Bachwyse
Hier stand früher Rathaus und Backhaus
Emil Adolf von Behring (1854-1917)  Bakteriologe
Straße nach Bergen-Enkheim
nach dem Reichskanzler Bismark benannt
nach Niederdorfelden
an der Nidda entlang nach Dortelweil (Feldweg)
Dresden - Hauptstadt des Freistaats Sachsen


Glossop - Partnerstadt in der englischen Grafschaft Derbyshire
älteste gepflasterte (1569) Straße im Ort
hier ist die Kirche und das Pfarramt
In der Nähe mündet der Mühlbach (Schar-Mühle) in die Nidder


Ried,  Ryd, alter Flurname,danach die Riedmühle benannt

bis zur Eingemeindung 1971 hieß sie Schulstraße
Alter Flurname, entweder  Baumstümpfe vom Roden oder Bildstock

Theodor Wenzel, (FDP) langjähriger Bürgermeister in den 50er Jahren
hier war die Viehtränke an der Nidder
hier war früher der Badeplatz der Gronauer Jugend
nach Bad Vilbel


 


Weitere Geschichten, Bilder, Wissens- und Bewahrenswertes erfahren Sie in der

Geschichts - Schmiede - Gronau