Es jährt sich 2015 - Gronauer Jahrestage


Vor 1160 Jahren

 855

 Gronowa - Gronau heißt jetzt  in einer Schenkungsurkunde "Guonowa"
Schenkung des Gronauer Hofgutes an das Reichs-Kloster Lorsch
Gutsbesitz „270 Morgen und 21 Hörige", 
(1170 nochmals mit 240 Morgen genannt)

Ein Ehepaar namens Hilfrich und Giselbure, die zweifellos adeligen Familien angehörten verschenken einen großen Teil von Gronau.


Vor 580 Jahren

 1435

 Der Gronauer Centgraf heißt Henne Swynde

 

Vor 530 Jahren

1485

Auflösung „Gericht Bornheimer Berg" , neu eingerichtet hanauisches Amt Bergen 

 

Vor 470 Jahren

 1545

Gronau wird vom Centgrafen „Jörg Schwind" und 6 Schöffen regiert.

1544 bis 1564

 in Gronau wird die Reformation eingeführt

 

Vor 400 Jahren

 1615

 
Der Gronauer Lehrer ist Philipp Sartorius
Der Unterricht in der Gronauer Volksschule bestand in den ersten Jahrzehnten nach der Reformation 
für die Knaben in Lesen und Schreiben, für die Mädchen nur im Lesen,letztere brauchten nur ihren 
Namen schreiben zu lernen

Vor 380 Jahren

 1635

 
Gronau ist durch den dreißigjährigen Krieg zur Hälfte zerstört.

Eine große Hungersnot herrscht in der Gegend der Wetterau

 

Vor 350 Jahren

 1665

 
Der Gronauer Centgraf heißt Sebastian Schwin

 

Vor 300 Jahren

 1715

 Der Lehrer muß Sonntag nachmittags Betstunde und Kinderlehre halten.

 

Vor 290 Jahren

 1725

 Der Lehrer übernimmt das Orgelspiel, vorher war er Vorsänger bei den Gottesdiensten.



 

Vor 280 Jahren

 1735

 Der Lehrer heißt Johan Eberhard Braun

 

Vor 240 Jahren

 1775

 Der Lehrer heißt Ernst Handwerck

  

Vor 210 Jahren

1805

 39 Männer und 3 Witwen haben Fronarbeit zu leisten, z.B. beim Brücken- und Wegebau.

  

Vor 200 Jahren

 1815

 Im Wiener Kongress wurde das politische Europa neu geordnet.

 

Vor 200 Jahren

 1815

 Gronau ist Bergbaugebiet, eine Braunkohlegrube wird in offenem Tagebau  betrieben,  ein Schacht wird abgeteuft. Siehe hierzu unsere Seite: "Gronauer Schätze"


So hätte damals das Gronauer Wappen aussehen können

  

Vor 180 Jahren

 1835

 Am 24. April 1835 erhielt der seitherige Zentgraf Mohr den Titel „Bürgermeister", im folgenden Jahre wurde ein Gemeinderat mit 4 Mitgliedern und ein Gemeindeausschuß mit 10 Mitgliedern gebildet.

 

Vor 160 Jahren

1855

 426 Einwohner

 1855

 Gronau wird von einem Bürgermeister und 7 Gemeinderäten verwaltet.


Vor 130 Jahren

 1885

 Der Braunkohleabbau wird aufgegeben, da unrentabel geworden.


Vor 120 Jahren

1895

 369 Einwohner.
 Der Gronauer Bürgermeister heißt Wenzel.

 1895

 der hölzerne Steg am Weg nach Rendel wird durch eine befahrbare Steinbrücke ersetzt.

 

Vor 110 Jahren

 1905

 Die Gronauer Schule ist nun „ländliche Fortbildungsschule"

 1905

 Gronau hat 534 Einwohner


  Vor 100 Jahren

 1915 Der Erste Weltkrieg wurde immer verheerender.
Deutschland setzte als erstes Land im belgischen Ypern Giftgas als Waffe ein.
Deutsche Zeppeline warfen Bomben auf London ab.
Deutschlands U-Boote versenkten zahlreiche Schiffe, darunter auch den britischen Luxusliner „ Lusitania“ . Fast 2000 Passagiere und Besatzungsmitglieder starben.
 Im deutschen Hinterland wurde derweil das Brot rationiert.





Vor 90 Jahren

 1925

 Gronau hat  528 Einwohner

  

Vor 80 Jahren

1935

 Der Gronaris - Sprudel auf der Breitwiese wird erbohrt. Siehe hierzu unsere Seite "Der Gronaris-Sprudel"





Anfang der dreißiger Jahre erwarb Friedrich Dittmar ein ca. 10.000 qm großes Grundstück in Bad Vilbels Nachbargemeinde Gronau. 1933 wurde die Firma Kühn aus Inheiden beauftragt auf diesem Grundstück eine Bohrung niederzubringen. Die Arbeiten wurden 1935 erfolgreich beendet. Man hatte in 181 Meter Tiefe einen Sprudel erbohrt. Anschließend erfolgte die Fassung der Quelle.
Das Kohlensäurewerk wurde um 1938 in Betrieb genommen und anfangs nur die austretende Kohlensäure des Sprudels genutzt. Die Firmenbezeichnung lautete „Gronau-Sprudel" und nach 1939 „Gronaris-Sprudel Gronau". Das Mineralwasser wurde in die nahegelegene Nidda geleitet. Das Wasser eines Oberflächenbrunnens diente zur Kühlung der Kompressoren der Verflüssigungsanlage. Viele Vilbeler Betriebe bezogen ihren Bedarf vom Gronauer Kohlensäurewerk.
Quellennachweis: Vilbeler Mineralbrunnen-Archiv Stefan Kunz, Bad Vilbel Stand: 05.2011


 

Vor 70 Jahren

 1945

Die letzten Tage des Zweiten Weltkrieges


1945     Zunehmende Beschießung von Bauern auf dem Felde durch Tiefflieger, noch kurz vor Kriegsende fiel auf Gronau eine Luftmine und zerstörte und beschädigte mehrere Häuser, auch die Gronauer Kirche nahm Schaden.

am 19. März 1945 wurde durch einen britischen Luftangriff Hanau - unsere damalige Kreisstadt und Heimat vieler nach Gronau Evakuierter - zerstört.

vom 25.3.45 bis 27.3.45 lag in Vilbel ein deutscher Divisionsstab, der am 27.3.45 nach Schloß Naumburg bei Heldenbergen verlegt wurde.

Am 26. März näherten sich amerikanische Kampfgruppen von Süden und Osten. Am 27. März fanden im Vilbeler Wald kleinere Gefechte statt. Es war befürchtet worden, daß es zu größeren Kampfhandlungen kommen könnte, da sich in Vilbel eine Einheit der Waffen - SS festgesetzt hatte.


Am Abend des 28. März 1945 war, mit dem Einmarsch der Amerikaner, für Gronau, Vilbel und Umgebung der Krieg zu Ende.

Reste versprengter deutscher Soldaten wurden gefangen genommen.

Der Volkssturm, das „letzte Aufgebot“ kam nicht mehr zum aktiven Einsatz.

Der Krieg forderte 32 Opfer unter den Soldaten aus  der Gemeinde.  Das Mahnmal an der Kirche weist 32 gefallene und vermisste Soldaten aus,(15 als vermisst geltende Männer).


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Quelle: http://www.stadtgeschichte-ffm.de/veranstaltungen/ver_hinweise/wanderausstellung.html

Was damals Recht war …“
Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht
In der Haftanstalt im Frankfurter Stadtteil Preungesheim oder auf dem Schießplatz im Bad Vilbeler Stadtwald wurden bis kurz vor Kriegsende junge Männer hingerichtet, die wegen „unerlaubten Entfernens von der Truppe”, „Fahnenflucht” oder „Feigheit vor dem Feind” von Wehrmachtsgerichten zum Tode verurteilt worden waren. Wie viele es in Frankfurt am Main oder Bad Vilbel waren, ist nicht bekannt. Erschreckend hoch ist die Zahl der Todesurteile durch die Wehrmachtsjustiz: 50.000. Davon wurden 30.000 vollstreckt. Mehr als 60 Jahre mussten die Opfer auf ihre Rehabilitierung warten. Denn erst zwischen 1998 und 2009 hob der Deutsche Bundestag die meisten dieser Urteile auf.
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In einem Bericht der „Sixth Armored Division“ unter dem Titel „Das letzte Bollwerk“ aus den letzten Märztagen des Jahres 1945 heißt es:

Die 5. Infanteriedivision hatte einen Brückenkopf auf der rechten Rheinseite bei Oppenheim eingerichtet… Die Kampfgruppe „Ward“ überquerte den „famous river“ über eine Pontonbrücke am frühen Abend des 25. März 1945.

Bei Groß Gerau wurde unter Angriffen der deutschen Luftwaffe ein Biwak für die Nacht eingerichtet. Am folgenden Nachmittag rückte die Kampfgruppe vor, mit dem Auftrag einen Bereitstellungsraum auf der Westseite des Mainufers zu erobern um die 5. Infanterie-Division beim Übergang über den Main zu unterstützen….

Unter diesem neuen Kommando, bewegte sich die Kampfgruppe (Task-Force) „Ward“ aus ihrem Aufstellungsraum, am frühen Nachmittag des 28. März mit dem Auftrag den Main zu erreichen und die 90. Infanterie Division bei ihrem Angriff nach Norden zu unterstützen.

Mühlheim war ein weiterer Schauplatz der Überquerung des Mains unter einem Schirm künstlichen Nebels, wir ließen den Main hinter uns.

Vilbel war der nächste Ort der einzunehmen war. Nach einem Querfeldeinmarsch unter leichtem, verstreutem Widerstand erreichten wir die Nidda. Die Einnahme der Niddabrücke war das Sprungbrett für einen fortgesetzen, überfallartigen „Wirbelwind“ mit dem die Orte Massenheim, Erlenbach, Ober-Erlenbach, Dortelweil und Kloppenheim eingenommen wurden.

Wir machten einen ersten größeren Packen von 200 Gefangenen, bevor wir ein Biwak bei Obererlenbach für die Übernachtung einrichteten.

Die Kampfgruppe “Ward” brach am frühen Morgen des 29. März 1945 bei strahlendem Sonnenschein über dem „Rhineland“ (mit der Geografie nahmen es die Amis nicht so genau) auf, fortschreitend Richtung Norden abwechselnd zwischen „Autobahn“ und schmalen, staubigen Wegen.


 1945

 Nach Kriegsende und amerikanischer Besatzung gehört Gronau zum Bundesland Hessen, Kreis Hanau.


Im Jahr 1945 stieg die Einwohnerzahl Gronaus stark an, waren 1939 noch 534 Einwohner gemeldet, so kamen zu  Ende des Krieges 57 aus Hanau evakuierte Personen dazu, insgesamt zum  Kriegsende waren  228 Vertriebene in Gronau gemeldet. Die "Hanauer" sind in den Jahren nach dem Krieg, bis auf 10 Personen, wieder nach Hanau zurückgekehrt.


1946 hatte Gronau  756 Einwohner

 1945

 Die „Jugendvereinigung Gronau" gründet sich. Heinz Hoch ist mehr als 25 Jahre Vorsitzender



Die Jugendvereinigung kurz nach dem Krieg

 

Vor 30 Jahren

 1985

 Übergabe des neu erbauten evangelischen Gemeindehauses am 6.10.1985 nach einjähriger Bauzeit. 
  Die Kosten betrugen 440 000 DM