Zeitgeschichte
Gronau 1961 - 1965



1961      

Das Kirchendach und der Turm wird erneuert


Am Montag, den 26. Juni 1961 begannen die Erneuerungsarbeiten für Turm und Kirchendach, zunächst wurde das Gerüst erstellt nahe dem Turm, um den Turm neu zu schiefern.

In der Woche vom 23. Juni begann Meister Karl Weitzel (?) aus Niederdorfelden mit den Erneuerungsarbeiten für das Pfarrhaus. Zunächst wurden 5 Fenster in Küche, Kirchenzimmer, Flur und Bad eingesetzt. Es folgte die Täfelung des Kirchenzimmers.
Pfarrers Sohn Horst-Otto Broscheit  hatte vorher die elektrischen Leitungen unter Putz gelegt und eine Steckdose an der Tür angebracht für evtl. Bildvorführungen an Gemeindeabenden. Statt der alten Sitze wurden zu den vorhandenen 20 Stühlen noch 10 neue bei Meister Heinrich Hammel bestellt, sodaß jetzt genügend Sitze vorhanden sind.

Pfarrer broscheit schreibt: Das Pfarrhaus ist 14 Tage ein Schutthaufen. Meine Frau und die Töchter sind ständig am Saubermachen.
Herr Architekt Werner Bange aus Hanau leitet die Bauarbeiten an Kirche und Pfarrhaus. Herr Pfarrer Lutze (?) aus Mittelbuchen hat uns 200 DM aus der Kreiskirchenkasse zum Turmbau gestiftet....

Juni, Juli, August, September, Oktober 1961


       

Erneuerung von Turm und Kirchendach durch Meister Bretthauer (?), Windecken, Gerhard Wenzel, Gronau, unter Leitung von Herrn Architekt Bange Hanau (Kosten der Arbeiten ca. 23 000 DM)

Am Freitag, den 13 Oktober 1961 war Turm und Dach bis auf die noch gut erhaltenen Apsisteile des Daches, neu gedeckt. Ebenso wurde die Gaube auf dem Holzstall im Pfarrhof, die völlig verfault und zusammengebrochen war abgerissen und das Dach geschlossen.  Auf diese Weise sollte versucht werden, den Verfall der Pfarrgebäude ein wenig aufzuhalten. Allerdings stellt sich heraus, daß nun  das Pfarrhausdach, besonders an der Südwestseite undicht ist.

Am Donnerstag den 21. Juni 1962 war die Südseite des Pfarrhausdaches zur Hälfte neu gedeckt. Am Sonnabend wurde  nach Fertigstellung das Gerüst auf die Nordseite des Hauses (versetzt).
Vater Bretthauer und Sohn aus Windecken haben die Arbeiten übernommen, die auch vor einem Jahr Kirchturm und Dach neu gedeckt hatten. Nach der Verlegung der Kanäle in der Kirchstraße soll  Herr Spenglermeister Vetter aus Niederdorfelden die Hausanschlüsse machen.
...heute am Montag die Dachrinne an der Nordseite des Hauses.

Am 26. Januar 1964 begannen die Erneuerungsarbeiten im Inneren der Kirche in Gronau. Das Gestühl im Kirchenschiff unten wurde abgebrochen, der Boden von Herrn (??) in Niederdorfelden mit 3 seiner Mitarbeiter 35 cm ausgehoben, ein Zementestrich gemacht und mit Platten belegt.

Das neue Gestühl fertigt der Nachbar, Herr Gerhard Wenzel, Kunsttischler, Wagner und Karosseriebauer - ein Meister seines Faches - an. Die Arbeiten sind entworfen und werden geleitet von Herrn Architekt Werner Bange aus Hanau. Unter den neuen Platten unter dem Zement wurde Asphaltpappe gelegt und erst darauf kamen die Platten. Um die Platten wurde an der Wand ein Plattensockel gestellt.  Die  Wände und Fensterbänke wurden geweisst mit Leimkalk, der nicht verwischbar ist.

Auf Wunsch des Kirchenvorstandes Niederdorfelden wurden neu von der Firma Assmann, Lüdenscheid beschafft:
2 Leuchter für Kirche und Kirchenzimmer handgearbeitet, eine Altardecke mit hangesticktem (unleserlich), ebenso in gleicher Form ein Behang für die Kanzel mit neuem Gronauer Kanzelpult vom Kunsttischler Wagner aus Gronau, gemacht wie für die Kanzel in Gronau...


1964 Reformation 400 Jahre


Am Sonntag, den 15. März 1964. Ca. 300 Menschen waren zur Reformationsfeier versammelt

Die verfallene Mauer um den alten Friedhof, der  bürgerlichen Gemeinde gehört und die daher auch die Mauer erneuern muß, soll noch in diesem Jahr vor Juni (75. Bestehen des Gesangvereins) neu aufgebaut werden.
Geschah 1967 !

Dach und Turm neu gedeckt: Juni bis Oktober 1961




Im August 1961:  Wagner und Kunstschreiner Gerhard Wenzel zusammen mit dem Schreiner Keitel stellten das neue Gestühl im Kirchenschiff auf.
Pfarrer Broscheit bemerkt dazu: So gut gemacht kann es, wenn nichts dazwischen kommt, 300 Jahre halten.



1964 vom Fürsten Solms -Lich Einladung zur 400 Jahrfeier der Reformation auch in Gronau 1564

Zum Ende seiner langen Amtszeit in Gronau hin, war Pfarrer broscheit schwer erkrankt.
Er berichtet: Da ich die Treppen in Pfarrhaus nicht mehr steigen kann und meine Frau den Ofen nicht mehr heizen kann, zogen wir im März 1965 nach Büdesheim in einen Nachbarort in eine zentralgeheizte Neubauwohnung.

Mit Beschluss des Kirchenvorstandes der Gemeinde Gronau, auf Vorschlag des Dekan Schneider, vom
22.  5.1965  tritt die Kirchengemeinde Gronau in eine neu zu gründende Gemeinde mit Niederdorfelden  und Oberdorfelden ein.

Damit endet die eigenständige Geschichte der Gronauer Kirchengemeinde.