Inhalt:

kleiner Überblick – Gronau Zahlen und Fakten

Scherben
Römische Scherben in Gronau gefunden

Erste Siedlungsspuren finden sich auf dem Gebiet des Ortes Gronau in der Wetterau bereits in der Jungsteinzeit, so wurde zum Beispiel eine etwa vier Zentimeter lange Pfeilspitze aus Feuerstein gefunden. Aus der Bronzezeit gibt es Scherbenfunde, ebenso wie aus der Römerzeit. Der Grundriss eines römischen Gebäudes wurde in der Flur 21 dokumentiert, eine weitere römische Villa fand sich bei Ausschachtungsarbeiten an der Vilbeler Straße in Richtung Bahnübergang rechts. 1895 fand man römische Gebäudereste an der Vilbeler /Niederdorfelder Straße.

Die Wetterau, nördlich von Frankfurt, hat ihren Namen von dem Flüsschen „Wetter“, das diese durchzieht.
Aber auch Nidda und Nidder fließen hindurch.
Die besonders fruchtbaren Lößböden der Wetterau stellten ideale Bedingungen für eine Besiedlung dar. Dazu kam die geografisch günstige Lage, in einer Ebene, am Zusammenfluss zweier Bäche.

Es war also immer reichlich Wasser und Nahrung vorhanden.Das Gebiet lag in römischer Zeit, etwa um Christi Geburt bereits im Bereich der „zivilisierten“ Welt, gehörte also zu Rom und war gegen die „barbarischen“ Germanenstämme durch den Limes abgesichert. Römische Niederlassungen sind im Gebiet der südlichen Wetterau (Civitas Taunensium) reichlich nachgewiesen. Auch Handelswege und auch Transporte von Massengütern per Schiff auf der Nidda sind aus römischer Zeit bekannt.

Zeichnung eine salten Wegnetzes
Skizze: Römische und vorrömische Straßen nach G. Wolff

Später kam die Gegend an Zusammenfluß von Nidda und Nidder in den Einflußbereich des Frankenreiches, die Franken begannen mit dem Anlegen dörflicher Strukturen.

Erstmals urkundlich erwähnt wird Gronau in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Lorsch etwa 780 n.Chr.

Im 15. Jahrhundert kam der Ort zur Grafschaft Hanau

Zeichnung eine salten Wegnetzes
Ein Stich von Merian zeigt „Grunau“ und seine Nachbardörfer etwa um 1600-1650

Der Name „Gronau“ leitet sich von „Grüne Aue“ ab.
Frühe Schreibweisen des Namens werden als Grunaw und Grunawe ausgewiesen
weitere Schreibweisen laut „Lagis, landesgeschichtliches Informationssystem Hessen“

Foto der Gronauer Kirche im Schnee
Bild: Pfarrkirche Gronau etwa 1952
  • Gronowe (786)
  • Guonowa (855)
  • Grunouwe (1305)
  • Gronauwe (1340)
  • Groenaw (1385)
  • Grunau (1773)
  • Großgronau (18. Jahrhundert)

Eine kleine Gronauer Namenskunde finden sie hier

Karte der Gegend um Gronau
Gronau Ausschnitt aus einer Karte der Grafschaft Hanau mit Solms – Büdingen – Nidda – Wetteravia
gezeichnet von Fr. Zollmannum im Jahr 1728

Geografische Daten

Gronau liegt 115 Meter über Normal-Null, etwa 10 Km Luftlinie nordöstlich von Frankfurt und 2,5 km nordöstlich von Bad Vilbel, südöstlich des Taunus, etwa 23 Km ostsüdöstlich des Feldberges.
Die Katasterfläche (1963) betrug 713 ha, Waldbesitz ist nicht vorhanden.

Dalles, Brunnen in Gronau

Altes Dorfzentrum

Der im Jahr 1977 erstellte Brunnen am Gronauer Dalles wurde vom Künstler Georg Hieronymi gestaltet.
Er liegt im Zentrum des alten Dorfkernes, etwa an der Stelle, wo früher das Spritzenhaus stand.

Der Maler und Bildhauer Georg Hieronymi wurde in Oberursel im Taunus geboren.

(Kleine Anmerkung an die Adresse der Verantwortlichen, der Brunnen wird durch die hässlichen Legi-Zaun – Elemente entwertet. Eine „Pergola“ aus rotem, ortstypischen Sandstein wäre angemessener und schöner gewesen!)

Gronaus Einwohnerentwicklung

Einwohnerentwicklung
Gronau 1600 bis 2012

1632: 28 Haushalte
1663: 325 Einwohner in 45 Häusern
1753: 164 Einwohner in 35 Haushalten
1820: 360 Einwohner
1855: 426 Einwohner
1885: 410 Einwohner
1895: 369 Einwohner
1905: 534 Einwohner
1910: 411 Einwohner
1919: 563 Einwohner
1925: 528 Einwohner
1933: 520 Einwohner
1939: 534 Einwohner
1946: 756 Einwohner
1953: 815 Einwohner
davon 228 Vertriebene
57 aus Hanau Evakuierte
Letztere sind bis auf 10 wieder
nach Hanau zurückgekehrt
1961: 802 Einwohner
1962: 820 Einwohner
1970: 1261 Einwohner
2007: 2440 Einwohner
2011: 2623 Einwohner

Quelle u.a. : Maria Hoch, Gronau, 1963

Landwirtschaft

Die fruchtbaren Löss-Böden waren als Ackerböden ideal zum Anbau von Getreide und Rüben.
In den Auen (fruchtbare Gleye-Böden) von Nidda und Nidder weideten Kühe. Prägend für das Landschaftsbild aber waren auch die zahlreichen Streuobstwiesen.
Durch das milde Klima begünstigt wuchsen Kirschen, Mirabellen, Birnen und natürlich Apfelbäume, Apfelbäume, Apfelbäume.

Die Äpfel wurden meist als Fallobst gesammelt und zur Herstellung von Äbbelwoi nach Dorfelden zur Kelterei „Wörner“ gebracht.

Größter Landwirtschaftlicher Betrieb war die damalige Staatsdomäne Gronauer Hof.

in den 60er Jahren waren etwa 45% der Gronauer Einwohner in der Landwirtschaft tätig, 50% waren Pendler nach Frankfurt, Offenbach und Bad Vilbel, 5% waren Handwerker und Kaufleute.

Eine genauere Abhandlung über die Gronauer Landwirtschaft – im Wandel der Zeiten von Werner Schwind, aus dem Jahre 1986.

Der Gronauer Hof

Dieser wurde etwa 1350 als Niedern Gronauwe später als Kleingronau benannt.
Er hatte im Jahre 1895 23 Bewohner.
1638 verkauft das Kloster Ilbenstadt den Hof Kleingrunau einem Frankfurter Bürger.

Ilbenstadt hatte den Hof vom Grafen von Kappenberg erhalten. 1691 erkauft
Hanau den Hof, das schon 1481 die Gerichtshoheit besaß.
Der Gronauer Hof gehörte 1787 zur Landgrafschaft Hessen-Kassel, Grafschaft Hanau-Münzenberg, Amt Bergen (Bornheimerberg).

1689: Kapelle, die als Mutterkirche des Dorfs Gronau gilt.
(Daten teilweise aus: Lagis.de Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen)

Elisabethen Quelle und Gronaris Sprudel

In den Nachkriegsjahren wurden in Gronau die „Elisabethen Quelle“ und der „Gronaris-Sprudel“ abgefüllt, (bis 1980)
Die Abfüllhalle war wo heute das Neubaugebiet „Am Gronarissprudel“ ist.
Im Jahre 1935 war es Friedrich Dittmar gelungen, in 181 Meter Tiefe die Quelle zu treffen, die in einer Mischung aus CO²-Gas und Mineralwasser als mehrere Meter hohe Fontäne kräftig aus dem Boden schoss.
In den Nachkriegsjahren wurde das Wasser zunächst unter dem Namen Elisabethenquelle abgefüllt, später kam die Marke Gronaris-Sprudel dazu.

Foto des Firmengebäudes des Gronaris Sprudels

Altes Eitkett des Gronaris Wassers

Text des Etiketts:
Aus felsiger Tiefe treibt durch natürlichen Kohlensäuredruck ein wertvolles Mineralwasser hoch über die Erdoberfläche.
Reicher Minaralstoffgehalt und günstige chemische Zusammensetzung wirken wohltuend auf den menschlichen Körper und fördern die Gesundheit enteisent und mit eigener Quellkohlensäure versetzt Mineralbrunnenbetrieb, Kohlensäurewerk Gronaris – Sprudel

Das Abfüllgebäude des Gronaris – Sprudel in Gronau an der Dortelweilerstraße.

In der Werbung der Firma heißt es: „Ernährungsbewusste Genießer trinken Bad Vilbeler Elisabethen Quelle, weil es ein Mineralwasser voller Temperament und dabei doch so sanft ist. Denn Bad Vilbeler Elisabethen Quelle ist angenehm leicht mineralisch und von Natur aus natriumarm. Eben voller Temperament und doch so sanft. Bad Vilbeler Elisabethen Quelle: spritzig sprudelnd oder als Stille Quelle mit wenig Kohlensäure.“

Genuß mit viel Eisen – Bizzl-Wasser zum Nulltarif

Wir Gronauer Kinder sind mit heimischem Wasser aufgewachsen, es wurde kein „Sprudel“ oder „Selterswasser“ bestellt sondern „Vilbeler Wasser“!
Bei uns hieß Bizzl-Wasser schon Bizzl-Wasser, da gab es den Markennamen noch gar nicht.

Das überschüssige Wasser, welches nicht abgefüllt werden konnte, wurde seitlich des Abfüllgebäudes, an der Dortelweilerstraße, die damals noch keinen Namen hatte und nur ein Feldweg mit einem Straßengraben war, in den besagten Graben geleitet. Das Rohr ragte einige Zentimeter oberhalb des Wasserspiegels aus dem Erdreich, so daß wir Kinder uns an diesem köstlichen, weil sehr frischen, stark bizzelnden, kostenlosen und sehr stark nach Eisen schmeckenden Sprudel laben konnten.
Das Wasser war so stark eisenhaltig, daß die Erde entlang des Grabens auf weite Strecken eine intensiv rostbraune Farbe hatte.

Altes Postkarte von Gronau
Ansichtskarte von Gronau aus dem Jahre 1963, vertrieben von „Georg Wilhelm Wenzel, Gemischtwaren“, zur Verfügung gestellt von Jürgen und Ursula Kroh, Niederdorfelden

Freiwillige Feuerwehr Gronau

Immer wieder einmal gab es Brände und Feuersbrünste im Dorf.
So war Gronau im Dreißigjährigen Krieg gleich zweimal abgebrannt.

Schon bei der Entstehung von Dorfgemeinschaften war es die Pflicht eines jeden Bürgers in Katastrophenfällen gegenseitig Hilfe zu leisten.
Damals war es das Ziel den Brandherd auszumachen und durch Abreißen der Nachbargebäude ein Übergreifen zu verhindern. Durch Aufgießen von Wasser versuchten Helfer den Brand zu löschen.
Das Wasser wurde in langen Ketten aus der Nidder und Nidda in Eimern befördert.

Im Jahr 1929 wurde dann in Gronau die „Freiwillige Feuerwehr“ gegründet, die seither über die Sicherheit des Ortes wacht.

Aufstellung von Männern in Uniform
Die Gronauer Feuerwehrmänner beim ersten
Kreisfeuerwehrfest nach der Gründung 1929

Frau Margit Scheibke aus Gronau stellte uns eine Festschrift zur Verfügung, die anlässlich des Feuerwehrjubiläums erschienen war.
Daraus auszugsweise der nachfolgende Text:

Die Freiwillige Feuerwehr Bad Vilbel-Gronau Ihre Gründung im Jahre 1929

Alsbald nach dem Ende des l. Weltkrieges und im Besonderen nach der Währungsreform regte das Hanauer Landratsamt mehrmals die Gemeinde Gronau an, eine selbständige Freiwillige Feuerwehr zu bilden. Die Gemeindeverwaltung widersetzte sich lange Zeit diesem Ansinnen, bedeutete doch die Gründung wegen der inzwischen völlig veralteten Feuerwehr-Ausrüstung und der laufenden Ausgaben einen erheblichen finanziellen Aufwand für die kleine Gemeinde.

Kleines, geschmücktes Gebäude
Das alte „Spritzenhaus“

Trotz der zugesagten Beihilfen vom Landratsamt und von der Brandversicherungsanstalt blieb für die Gemeinde mit ihrem schmalen Haushalt noch ein erheblicher Zuschuss übrig.

Zur Unterstützung ihrer Anregung ließ das Landratsamt am 18.08.1928 nochmals eine Bestandsaufnahme der Geräteausstattung in Gronau vornehmen, sie ergab:
3 Feuerleitern, 3 Einreißhaken, 12 Feuereimer, 1 handbetätigte Spritze, 1 Mast zum Trocknen der Schläuche, 120m Schläuche, 4 Schlüssel, Feuermeldung erfolgt durch Glocken, Handsirene und Hornist mit Hornsignal.

Dieser Feststellung der bescheidenen Ausrüstung und dem erneuten Zureden des Landratsamtes konnte sich die Gemeinde nicht länger widersetzen und so wurde am 15. März 1929 die Gründungsurkunde von 39 aktiven und 5 passiven Mitgliedern zu einer Freiwilligen Feuerwehr in Gronau ausgefertigt:
Gronau, den 15. März 1929
Wir, die Unterzeichneten, verpflichten uns der heute hier gegründeten Freiwilligen Feuerwehr von Gronau beizutreten und sich den vorliegenden Satzungen unterzuordnen:

Es folgt eine Auflistung von siebzehn Wenzels`sowie 19 weiteren Gronauern.

Am 3. Mai 1930 fand die erste Generalversammlung nach der Gründung statt.
Nach Erledigung der Regularien wurde beschlossen, monatlich eine Übung abzuhalten und zwar an Sonntagen um 09:00 Uhr, 20 Minuten vorher soll die Alarmierung hierzu erfolgen. Nichterscheinen oder verspätetes Ankommen soll satzungsgemäß bestraft werden.
Bis zum Kriegsausbruch im Jahre 1939 fanden jeden Sonntag Übungen ohne festen Turnus statt. Jährlich wurde eine gemeinsame Übung mit den Wehren aus Niederdorfelden, Oberdorfeiden und Kilianstädten durchgeführt.

Altes Feuerwehrfahrzeug
Der Gronauer Feuerwehrwagen, ein Opel Blitz

Während des zweiten Weltkrieges wurde die Gronauer Wehr auch in Bergen zu Brandeinsätzen eingesetzt. Bei Fliegerangriffen musste sie in Frankfurt Feuerwache leisten. 1941 mussten in der Gemarkung Gronau Phosphor-Brandbomben und Sprengbomben durch die Wehr beseitigt werden.
Nach dem zweiten Weltkrieg fand am 6. Juli 1946 der erste Kreisfeuerwehrtag in Windecken statt. Daran nahmen der damalige Bürgermeister Theodor Wilhelm Wenzel, der Ortsbrandmeister Georg Fassei (Tränkestr.) und 2 Delegierte der Wehr teil.
Am 22. März 1963 veranstaltete die Gronauer Wehr einen Werbetag insbesondere für passive Mitglieder. Gerade in diesem Jahr musste die Wehr zahlreiche Einsätze leisten und wollte durch diese Veranstaltung ihre Finanzen zur Ergänzung der Ausstattung der Mannschaft mit Geräten verbessern.

Weitere Texte und Bilder zur Gronauer Feuerwehr finden Sie hier in der Geschichts – Schmiede

Nahversorgung in Gronau

Im Gronau jener Jahre gab es zur Versorgung des Dorfes einige Betriebe.

Der Bäcker Wenzel, am Dalles war für Brot, Backwaren und einige Lebensmittel zuständig, einige Meter weiter war das Lebensmittelgeschäft von „Lina Wenzel“. Es gab zwei Gastwirtschaften, den „Wirt“, Gasthaus „Zur Rose“ am Dalles, sowie den „Kröger“ am Bahnhof. Zwei Metzgereien sorgten für die fleischliche Versorgung. Die Metzgerei „Dauterich“ in der Vilbelerstraße, sowie der Metzger „Wilhelm Meisinger“ (heute Metzgerei Robert Wenzel) inder Backhausgasse. Ein Schmied sorgte für das Beschlagen der Pferde und sonst alles aus Eisen, Schmiede Matthes in der Hauptstraße. Die Schreinerei Gerhard Wenzel in der Kirchgasse war für alles aus Holz und Wagnerei zuständig. Tapeten, Innenaustattung sowie Polsterei war bei „Willi Blum“ in der Kirchgasse. Eine Kohlenhändler gab in der Vilbeler Straße. Fuhrunternemen betrieben Christmann und Knickel. Eine Sattlerei gab es bei Hammel.

Wagnerei und Schreinerei Wenzel in der Kirchstraße, etwa 1947. Naben und Speichen für Leiterwagen, Winterproduktion auf Vorrat.

Mann vor alten Wagenrädern
Foto: Schreinerei Wenzel
Bildreproduktion Christine Fauerbach

Gronau – Geschichte in Zahlen

Dies ist nur ein kleiner Überblick über die Gronauer Geschichte. Eine ausführlichere Beschreibung der Gronauer Geschichte finden sie im Kapitel „Gronau historisch“ mit Abhandlungen und Tabellen zur Gronauer Frühgeschichte, Gronau im Mittelalter, sowie Gronau in der Neuzeit.

100 n. Chr.

Einige Römer wohnen hier (Römische Bodenfunde)

Tonscherben
Römische Scherben, Bodenfunde in Gronau gefunden
Karte mit Dreiecken
Raum Gronau (Dreiecke)
786

Erste urkundliche Erwähnung des Ortes Gronau als „Gronowe“, Schenkungsurkunde an das Kloster Lorsch.

Ausschnitt aus einer Urkunde
Urkunde von 855
(Bayer. Hauptstaaatsarchiv)
1229

Erstmals wird eine Kapelle in Gronau (wahrscheinlich am Gronauer Hof) erwähnt.

1303

Gronau gerät zur Grafschaft Bornheimer Berg

Das Amt „Bornheimer Berg“ umfasste die Orte:

  • Bergen
  • Berkersheim
  • Bischofsheim
  • Bockenheim
  • Eckenheim
  • Enkheim
  • Eschersheim
  • Fechenheim
  • Ginnheim
  • Gronau
  • Massenheim
  • Nied
  • Praunheim
  • Preungesheim
  • Seckbach
  • Vilbel
1521

Erste Erwähnung einer Schule in Gronau

1544-1564

Gronau wird evangelisch

1569

Die Gronauer Hauptstraße wird gepflastert

1571

Bau einer Kapelle an der Stelle der heutigen Kirche

1602

Die Gemeinde kauft ein eigenes Schulhau

1618–1648

Dreißigjähriger Krieg

1642 und 1647

Vollständige Zerstörung des Ortes durch Feuer im 30 jährigen Krieg.
„Am 10. Februar 1647 vor dem Ende des Krieges wurde „das gantze dorff Grunaw undt damit das pfarrhaus abgebrandt“.

1626, 1632, 1637 und 1667

Die Pest wütet viermal im Dorf und tötet eine große Zahl der Gronauer.

1684

Neubau eines Schulhauses in der Schäfergasse 2
(die hieß bis zur Eingemeindung 1971 „Schulstraße“)

Foto der alten Schule
altes Schulhaus in der Schulstr.
1718-1719

Bau der evangelischen Kirche in ihrer heutigen Form.

Foto der Kirche
Heutige Gronauer Kirche
1736

Gronau kommt zur Landgrafschaft Hessen-Kassel

1759

Schlacht bei Bergen und Vilbel, Kampfhandlungen auch im Vilbeler Wald im siebenjährigen Krieg, das Hanauer Land war von den Franzosen besetzt.
Die Schlacht am Karfreitag (13.4.) 1759 forderte einen hohen Blutzoll es starben 2373 „deutsche“ Soldaten und fast 4000 französische Soldaten.

1803

Gronau kommt zum Kurfürstentum Hanau.

1806

Ein Rathaus wird als Fachwerkbau errichtet, im Erdgeschoß sind Feuerwehr und als Anbau das Backhaus untergebracht.

Foto des alten rathauses
1808

Aufhebung der Leibeigenschaft in Gronau

1820

Gronau gehört zum Großherzogtum Frankfurt

1821

Gronau gehört zu Kurhessen

1824–1840

Gronauer müssen in Fronarbeit die Wege nach Vilbel, Rendel und Niederdorfelden ausbauen.

1836

Erster Gemeinderat tagt in Gronau

1866

Gronau gehört zum Königreich Preußen

1889

Gründung des Gesangverein Germania 1889 Gronau

1897

Schulneubau an der Berger Straße
1 Klassenraum im Erdgeschoß
1 Lehrerwohnung im 1. Stock

Backsteinhaus
1907

Gronau wird an das Eisenbahnnetz angeschlossen

Backsteinhaus
Bahnhof Gronau H.N.
1907

Eine Gemeindewaage wird gebaut. (am Dalles, vor dem Rathaus)

1914–1918

Neunzehn Gronauer sterben in Folge des 1. Weltkrieges

1927

Gronau wird „elektrisch“

1929

Gründung der freiwilligen Feuerwehr

1930

Eine zentrale Wasserversorgung wird gebaut

1930

Eine neue Brücke über die Nidda zum Gronauer Hof

1935

Der Gronaris Sprudel wird erbohrt

1938

Inbetriebnahme des Kohlensäurewerks und später der Abfüllanlage.

1939–1945

21 Gefallene und Vermisste in Folge des 2. Weltkrieges, am 6./7. Juli 1940 wird die Vilbeler Landstraße wegen Bombentrichtern und Blindgängern gesperrt. 8./9. August 1940 Bombenabwurf beim Dottenfelder Hof eine Luftmine zerstörte mehrere Häuser.

1945

Gronau wird von den Amerikanern erobert

1951

Erweiterung der Schule
Anbau an das Schulgebäude
Ein Klassenraum für die 1. bis 4. Klasse
Schülerzahlen:

1908 51 Kinder
1922 60 Kinder
1947 104 Kinder
1950 114 Kinder
1962 80 Kinder

(Quelle: Maria Hoch, Gronau, 1963)

1962

Gronau erhält eine Kanalisation

1963

Gronau erhält ein Wappen
Symbolisiert Zusammenfluß von Nidda und Nidder

1963

Über Nidda und Nidder werden drei neue Brücken errichtet
Regulierung von Nidda und Nidder
Bau einer Umgehungsstraße / Ortsumgehung Gronau

1966

Schließung der Gronauer Schule

1971

Die Gemeinde beschließt den Anschluß an Bad Vilbel (Eingemeindung 1.1.1971)

1972

Das alte Gronauer Rathaus wird abgebrochen ( – k e i n e weitsichtige Glanztat – )
Eine Omnibuslinie nach Bad Vilbel nimmt den Betrieb auf

1977

Fest 88 Jahre Gesangverein Germania Gronau
Der Gronauer Brunnen wird errichtet

1980

Der Gronauer Günther Biwer wird Bürgermeister von Bad Vilbel

1982

Der Gesangverein Liederzweig Gronau feiert 120 Jahre

1984

Kreis stiftet für Bürgerhaus Gronau 120.000 DM

1984

Ausbau des Feuerwehr und Gerätehauses Gronau

1986

1200 Jahrfeier Gronau
Festschrift der Bad Vilbeler Heimatblätter
Eröffnung der Mehrzweckhalle „Breitwiesenhalle“

2009

Renaturierung der Nidda beim Gonauer Hof abgeschlossen

2013

Neubau einer Brücke über die Nidda bein Gronauer Hof

Die Daten sind teilweise den „heimatkundlichen Mitteilungen des Kur- und Verkehrsvereins Bad Vilbel“, teilweise „Bad Vilbel – Blick in die Geschichte“ entnommen