Kleine -Gronau- Meldungen aus dem Hanauer Anzeiger

13.4.1910   

3.3.1915   

6.5.1915   

29.5.1915   

29.9.1915   

7.3.1925     

8.5.1925 

 

29.7.1925 

21.9.1925 

Bekanntmachung.

Die Landwirtin Margarethe Graf zu Gronau, geb. das. am 12. Mai 1872 ist wegen Milch- fälschung durch rechtkräftigen

 Strafbefehl des unterzeichneten Gerichts vom 15. Mai 1925 zu einer Geldstrafe von SO—fünfzig—Mark 

hilfs­weise 10 Tagen Gefängnis bestraft worden.

Die Veröffentlichung der Bekanntmachung ist angeordnet. 8046b

Bergen, den 18. Sept. 1925.

Das Amtsgericht.

 

12.12.1925 

Landwege und Brücken.

Gegen Ende des Berichtsjahres befaßte sich in der Verwaltung des Kreises 181,6 Kilo­meter Landwege,

 die Kinzigbrücken bei Langen­selbold und Rückingen und die Nidderbrücken bei Gronau und Eichen- 

Eine fünfte im Kreis- gebiet belegene Brücke (bei Niederdorfelden) steht im Etat des Bezirksverbandes Cassel. 

Von den vorerwähnten 181,6 Kilometern Landwege sind 175,2 Kilometer Schotterstraßen, 

7,4 Kilo­meter Großpflaster und 4,0 Kilometer Klein­pflaster. Neugebaut wurden seit Beendigung des 

Krieges 4,6 Kilometer im Jahre 1920, 

4,5 Kilometer im Jahrs 1923. Seit Uebernahme der Wege auf den Kreisetat im Jahre 1892 

bis zum Ende des Berichtsjahres sind insgesamt 2 551 674 Mark für die laufende Unterhaltung ausgegeben worden.

 Im Jahresdurchschnitt also 77 323 Mark. Hierzu wird bemerkt, bah die Aufwendungen für die Unterhaltung der Wege 

in den Jahren 1892 bis 1897 schon über 80 000 Mark pro Jahr betrugen, obwohl bis zum Jahre 1887 

nur 157 Kilometer Landwege vor­handen waren. Die UntLrbaltäasauLMK

26.6.1930 

Bekanntmachung

Nachdem die Regulierungsarbeiten an der Nid­der und Nidda im Gebiet der Entwässerungsgenossenschaft Frankfurt a. M.-

Bonames-Gronau- Niederdorfelden nahezu beende sind, soll nunmehr in eine Prüfung der Entschädigungsansprüche der

Grundstückseigentümer eingetreten werden.

Es ergeht hiermit die Aufforderung, alle Ent­schädigungsansprüche gegen die Genossenschaft, so­weit sie Grundstücke

innerhalb des Preußischen Gebietes betreffen, bis zum 15. Mai 1930 bei dem Genossenschgftsvorsteher,

Bürgermeister Schwind in Gronau, anzumelden. In der Anmeldung ist Art und Umfang des Schadens,

sowie die Höhe der be­anspruchten Entschädigung anzugeben.

Ansprüche, die nach dem 15. Mai 1930 gestellt werden, können nicht mehr berücksichtigt werden.

Gronau den 26. April 1930.

30.8.1930 

14.1.1931   

24.1.1931   

21.9.1931       

Gegen die Verunstaltung landschaftlich hervorragender Gegenden. Seit langem ist man bemüht, 

die Heimat in ihrer natürlichen und geschichtlich gewordenen Eigenart vor 

Verunstaltungen zu schützen, denen sie immer mehr durch die Folge­erscheinungen 

der wirtschaftlichen Entwicklung ausgesetzt ist. Zu den bisher in dieser Hinsicht

 bestehenden Gesetzen ist nunmehr noch eine Polizeiverordnung für ben Regierungsbezirk Kalssel gekommen

) i die mit sofortiger Wirkung in Kraft tritt. Danach ist bei 

einer Geldstrafe bis zu 150 RM verboten, Reklameschilder und Tafeln, Leuchtreklamen, 

sowie Aufschriften oder Abbildungen und dgl., die durch Form, Farbe, durch die Art der Darstellung 

oder der Anbringung das Landschaftsbild verunstalten, anzubringen. Für 

den Kreis Hanau kommt die Eisenbahnstrecke Kassel — Bebra — Fulda — Hanau —

 Frankfurt a. M.Ost mit einem beiderseitigen Schutzstreifen von 1000 Meter in Betracht, 

ferner die Strecken Vilbel — Stockheim, Hanau — Rückingen — Langenselbold; mit 

beiderseitigem Schutzstreifen von 500 Meter die Strecken Hanau — Friedberg, Hanau — 

Aschaffenburg und Hanau — Hüttengesäß. Auch Fernverkehrsstraßen und Durchgangsstraßen 

unterliegen mit beidersei­tigen Schutzstreifen von 1000 Meter der Verord­nung, so Frankfurt — 

Hanau — Gelnhausen usw.,

Hanau — Aschaffenburg; sonstige Straßen mit beiderseitigem Schutzstreifen von 50Ö Meter: Hanau —

 Friedberg, Hochstadt — Wachenbuchen — Mittelbuchen — Bruchköbel — Langendiebach — Rückingen — 

Niederrodenbach — Oberrodenbach, Hanau — Niederrodenbach. — Reichsbahnhof Langenselbold 

bis zur Kreisgrenze. Besonders ge­schützte Gebiet« sind außerdem der Limes mit beiderseitigen 

Schutzstreifen von 1000 Meter, ferner die Gemarkungen Hochstadt, Bischofsheim, Dörnig­heim, 

Bergen-Enkheim, Eichen, Ostheim, Windecken, Kilianstädten, Ober und Niederdorfelden, 

Gronau und Oberrodenbach, ebenso die Naumburg bei Erbstadt in einem Umkreis von 

500 Meter. Zu­gleich ist eine landespolizeiliche Anordnung er« gangen, nach der innerhalb der vorstehend 

genannten Gebiete die baupolizeiliche Genehmigung zur Ausführung von Bauten und baulichen 

Aenderungen außerhalb der Ortschaften versagt werden kann, wenn dadurch das Landschaftsbild 

gröblich verunstaltet werden würde und dies durch die Wahl eines anderen Bauplatzes oder eine

 andere Bau- gestaltung oder die Verwendung anderer Baustoffe vermieden werden kann.